Draußen toben Vögel

 

Draußen toben Vögel

Fliegen wild und jagen, huschen

Flügel schlagen pfeilschnell durch den Wind

in den Himmel - durch das Unschuldsblau


 

Sitze hinter Scheiben

in mir fallen Träume

Seelenlasten schwer von mir

Ab! Raus in die Luft - laufen rennen fallen

 

 

 

 

Es riecht nach Ende - ein Anfang ohne mich


 

Laub fällt in leuchtenden Farben

als wenn sie vorm Sterben nochmal brennen wollen

vom höchsten Wipfel

zu Boden - vergilbt

um zu verrotten



 

Mein Schatten auf dem Laubmeer

einzelne Krähen krächzen

ein bißchen raschelt Lebenswille

aber nur Wind regt die tote Welt



 

Der kahle Baum erinnert an das Grabkreuz

letzter Zeuge vergangenen Lebens

Dieses Leben ist vorbei!

Neues wird entstehen

um einen weiteren kurzen Zeitraum zu überwinden

sinnloses Treiben

anstrengendes auf und ab



 

Es riecht nach Ende

ein Anfang ohne mich



 

Setze mich ins Laub

langsam erfaßt mich Ruhe und Stille

Stillstand

erlebter Stillstand

beruhigt mein erregtes Herz



 

Aus den Augen schneiden sich Tränen

und ich bete um einen Blitz

der mich treffen

oder die Liebe...



 

Laub fällt weiter

Leute ziehen vorbei - lachen

Hunde bellen

alles geht seinen Gang

Nichts fehlt

ob ich bin oder nicht



 

Die Aufgeregtheit hat sich erschöpft

ruhig sehe ich in die klare kalte Nacht

Sterne erinnern mich an Dich

so glitzern und funkeln werde ich nie



 

Keine Spuren woher ich komme

keine, wohin ich gehe.

Ein wandernder zweifelnder Geist

beschließt endlich nach Hause zu gehen.

 

 

 

Auf die Welt geschleudert

 

Auf die Welt geschleudert

erholt sich manch einer gar nicht

vom großen Wurf

und fühlt lebenslang

ein Schleudertrauma

dem er meist selbst

ein Ende setzt

um nicht krank oder verrückt

zu werden

 

Der Abschied zur Welt

wird so zur Heimkehr

 

und wann gehst Du nach Hause?

 

 

 

 

ich und die Welt...

 

ich und die Welt...

wie soll ich auf zwei Beinen nur

mein Leben fristen

am Boden grasen

mich vergeuden?

Nein! Muß schweben - fliegen

über den Dingen

über den Menschen

nicht Artist, sondern Vogel!



Roter Schnabel

Des Vogels Schnabel ist gänzlich rot,
sein Haupt nass vom Blute,
nervös, die Augen blinzeln auf und zu
Starrer Blick durch die Wunde nur

Gedanken in die Fernen
erinnern an Verletzungen,
die mich zersetzten,
als ich Dich traf und erlebte

Mein blutender Kopf
setzt Gedanken frei,
immer fester in die Wunden harken,
um Dich zu fühlen - Dir nahe zu sein
 

 

 

 

Eisig

 

Eisig

regt sich

Stille

und zwingt sich auf

schreitet in den Lärm

entlädt sich

die Wucht lässt Körper platzen

und legt sich

wie ein Mantel

über die Toten

diese Stille

haucht das letzte Leben aus

und erstarrt

sehen wir zurück

auf einen stummen Ort

der schreit